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12.12.2016 00:00 Alter: 249 days
Kategorie: Harsdorf, Verwaltungsgemeinschaft

Dorfwettbewerb: InHarsdorf lebt es sich besonders schön


Von links: Kreisfachberater Friedhelm Haun, Bürgermeister Günther Hübner, Landrat Klaus Peter Söllner, Gartenbauvereins-vorsitzende Ulrike Puchta und Kreisvorsitzender Günter Reif.

Harsdorf hat den Kreisentscheid im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" für sich entschieden: "Schöne Dörfer sind lebenswerte Orte mit einem hohen Bleibeeffekt." Diese Kernaussage machte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) bei der Preisverleihung zum Kreisentscheid im Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden", der heuer bereits zum 26. Mal stattfand. Bei der Abschlussveranstaltung im Saal "Zur Tanne" in Harsdorf machte Söllner deutlich, dass neue ganzheitliche Ansprüche an das Dorf gestellt werden, zum Beispiel wirtschaftliche Initiativen, soziales Engagement, bauliche Weiterentwicklungen, Grüngestaltung und ökologische Aspekte.

Ein weitere erster Platz ging an Triebenreuth (Stadt Stadtsteinach), Platz 2 errang Gumpersdorf (Gemeinde Untersteinach). Der Landrat bedauerte allerdings die geringe Zahl der für den Kreiswettbewerb gemeldeten Orte und warb für die Zukunft wieder um eine größere Resonanz: "Der olympische Gedanke zählt!"

"Wir dürfen uns nicht von demografischen Defiziten beeindrucken lassen", so der Appell des Landrats, demzufolge die Stärkung neuer wirtschaftlicher Initiativen den Bleibeeffekt "in unseren schönen und liebenswerten Dörfern" noch erhöhen werde. Dabei seien die Bürger in besonderer Weise angesprochen, Zukunft und Wohl ihres Dorfes in die Hand zu nehmen. Der Dorfwettbewerb schaffe Anreize, den gemeinsamen Lebensraum verantwortlich und aktiv zu gestalten. Er motiviere die Bürger zur Selbsthilfe, auch in der Dorfgemeinschaft. Der Dorfwettbewerb würdige deshalb auch gemeinschaftliches Handeln und stelle das Erreichte als nachahmenswert heraus."

Der Dorfwettbewerb schärft aber nach den Worten von Landrat Klaus Peter Söllner auch das Bewusstsein für die Werte im eigenen Dorf und eröffnet Chancen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Lebensqualität. "Es ist ein Wettbewerb der Bürger, und bei uns haben sich insbesondere die Gartenbauvereine engagiert." Ihnen dankte der Landrat ganz besonders.

Söllner beantwortete auch die Frage, was den Kreiswettbewerb so wichtig für die Dörfer macht: "Die Besinnung auf eigene Stärken, die es gilt, für die Zukunft einzusetzen; der Wille, Ererbtes zu prüfen und für die Gegenwart und die Zukunft in Wert zu setzen; und die Entdeckung eines Wir-Gefühls, das in gemeinschaftliches Handeln mündet." Dabei, so Söllner, sei die Wiederentdeckung von Heimat kein antiquierter Begriff. Säulen des Wettbewerbs würden auch in Zukunft die freiwilligen Leistungen, die Eigeninitiative und das Engagement der Bürger sein.

"Große Herausforderung"

Bürgermeister Günther Hübner (CSU) betonte, dass der Wettbewerb für die Gemeinde eine große Herausforderung war: "Wir waren zwar 2010 schon einmal Kreissieger und haben 2011 auf Bezirksebene Silber geholt, aber aufgrund der vielen Baumaßnahmen mussten wir unser Konzept komplett neu erstellen. Umso mehr freut es uns, dass wir sechs Jahre nach unserem ersten Sieg wieder Platz 1 belegen konnten."

Für den Erfolg auf Kreisebene stellte Hübner drei Punkte heraus: Kontinuität in der Grüngestaltung, eine maßvolle Fortentwicklung und Zukunftsgestaltung im Ort mit dem Gesundheitsbahnhof und ein gutes bürgerschaftliches Engagement. Das besondere Projekt der letzten Jahre sei aber der Gesundheitsbahnhof gewesen: "Wir konnten damit wieder einen Arzt ansiedeln, einen Physiotherapeuten gewinnen, zwei behindertengerechte Wohnungen schaffen und vor allem die Revitalisierung des alten Bahnhofs erreichen." Die Gemeinde freue sich auf die Teilnahme am Bezirksentscheid, wohl wissend, dass die Luft dann viel dünner sein werde. Hübner: "Wir hoffen dennoch, dass wir den Landkreis gut vertreten werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Auch Gartenbau-Kreisvorsitzender Günter Reif gratulierte den Teilnehmern zu ihren wunderschönen Ortschaften: "Sie haben sich hervorragend präsentiert, und es ist für die Kommission immer ein Genuss, die Sahnestückchen der Dörfer anzuschauen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken."

Stadtsteinachs stellvertretender Bürgermeister Franz Schrepfer und Bürgermeister Volker Schmiechen aus Untersteinach gratulierten ihren Dörfern Triebenreuth und Gumpersdorf zum Erfolg. Kreisfachberater Friedhhelm Haun stellte dann die Leistungen der Preisträger im Bild vor. Für die musikalische Umrahmung der Abschlussveranstaltung im Saal "Zur Tanne" sorgte Alleinunterhalter Klaus Albrecht.

Auszug aus Artikel vom 13.11.2016, veröffentlicht unter www.infranken.de